Becher-Resonator aus Titan

Artikelnummer 101-147-046

zur indirekten Beschallung von Proben in geschlossenen Gefäßen

Bei der Beschallung stark toxischer, pathogener oder radioaktiv markierter Proben ist bei direktem Eintauchen der Arbeitsspitze (z.B. Mikrospitze) die Gefahr der Schmierkontamination gegeben.

Um eine solche Verschleppung zu vermeiden, ist eine indirekte Beschallung der Probe in einem geschlossenen Gefäß häufig wünschenswert.

Mit Hilfe des "Becher-Resonators aus Titan" lassen sich solche Proben indirekt, d.h. ohne Eintauchen der Ultraschall-Arbeitsspitze in das Probenmedium, beschallen. Ebenso besteht hiermit die Möglichkeit, Proben mit Volumina unter 50 µl zu beschallen. In Proben dieser Volumina besteht keine Möglichkeit mehr, mit einer Arbeitsspitze (Mikro- oder Nadelspitze) in die Flüssigkeit einzutauchen, um die Ultraschall-Energie sinnvoll in die Probenflüssigkeit zu übertragen.

Bei Verwendung des "Becher-Resonators aus Titan" ist somit einer Beschallung kleinster Proben - ohne jede Begrenzung der Volumina nach unten - möglich.

Die bei der Beschallung kleinster biologischer Proben häufig zu Problemen führende Wärmeentwicklung durch den Ultraschall-Eintrag ist durch Aufbau des Becher-Resonators mit Umlaufkühlung einfach in den Griff zu bekommen. Die als Ultraschall-Überträger dienende "Bad-Flüssigkeit" ist gleichzeitig Kühlmedium, das im Umlauf-Verfahren stets auf konstanter Temperatur gehalten wird. Wir halten optimale Lösungen hierfür für Sie bereit.

Funktionsprinzip:

Der "Becher-Resonator aus Titan" wird anstelle des Standard-Resonators direkt auf den Konverter des BRANSON SONIFIERs aufgeschraubt. Hierzu wird der Konverter um 180° gedreht und so in das vorhandene Befestigungsstativ eingespannt. Nach Anschluß der Kühl- und Überträgerflüssigkeit an ein Kreislaufsystem (als Zubehör in unterschiedlicher Ausführung lieferbar) entsteht quasi ein hochenergetisches Ultraschall-Bad, in welches die zu beschallende Probe eingetaucht wird und durch die Gefäßwand indirekt beschallt wird.

Auf Grund der Form der schallabgebenden Fläche ("Parabolwanne") werden im "Becher-Resonator aus Titan" höhere Ultraschall-Energiedichten erzielt, als in Becher-Resonatoren mit planer Oberfläche des Resonators (z.B. BRANSON-Becher-Resonator aus Titan/Plexiglas Artikelnummer 010-551-001 bzw. 002 für SONIFIER "W-450"). Diese Parabolform des Resonators führt zu einer starken Bündelung der Ultraschall-Energie im Zentrum des Beschallungsraumes.

Die hohe Belastbarkeit des "Becher-Resonators aus Titan" bis zur Maximal-Einstellung "10" des BRANSON SONIFIER - Generators kann damit die in allen indirekten Beschallungssystemen auftretende Reduzierung der Ultraschall-Energie in beschränktem Masse kompensieren. Der auftretende Verlust an Ultraschall-Leistung liegt darin begründet, daß bei Becher-Resonatoren ein wesentlich größeres Flüssigkeitsvolumen beschallt wird, daß die an der schallabgebenden Fläche auftretenden Amplituden der Ultraschall-Schwingung wesentlich geringer sind als bei der Bündelung der Schwingung auf die Endfläche der Mikrospitze und darüber hinaus auch noch beim Übergang durch die Wand des Probengefäßes Übergangsverluste auftreten.

Aus diesem Grund ist der "Becher-Resonator aus Titan" nicht in jedem Falle einsetzbar, wenn die Verwendung der Mikrospitzen aus oben genannten Gründen nicht mehr möglich oder aus Gründen des Arbeitssschutzes umgangen werden soll. Bei extrem widerstandsfähigen Mikroorganismen (manche Hefen, Chlorella-Algen ...) kann die Energie-Dichte im Schallfeld von Becher-Resonatoren zu einem guten Aufschluß-Ergebnis nicht ausreichen.

Bei der Entscheidung, ob der "Becher-Resonator aus Titan" für Sie ein geeignetes Zubehör zu ihrem BRANSON SONIFIER darstellt, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zu Verfügung.

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